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besoffenes Hühnchen

22. Mai 2016
besoffenes Hühnchen

Yeeha – meine Schwester macht ein wirklich unverschämt leckeres Hühnchen, dass mir heute Nacht im Traum erschienen ist. Das Gesabber auf meinem Kopfkissen muss ein Zeichen sein! Leider fällt die Bahn dieses Wochnenende aus, so dass ich mich nur schwer zum Essen bei ihr einladen kann. Hehe. Ich komme also nicht umher, das besoffene Hühnchen einmal selber zuzubereiten. Eigentlich auch nicht verkehrt, da ich es dieses Wochenende insgesamt langsamer angehen wollte.

Was ich generell an ihrem Rezept mag: Es dauert eine Weile, bis es tischfertig ist. Während einem unter der Woche oft die Zeit für ein langsam zubereitetes Gericht fehlt, kann man sich am Wochenende ausgiebig Zeit dafür nehmen. Ich erinnere mich auch gerne an die Tage, an denen meine Eltern gemeinsam in der Küche standen und den Sonntagsbraten samt Knödeln zubereitet haben. Ganz so, wie ihre Eltern es auch schon getan haben. Gut, ich bin solo, und werde so schnell nicht auf die Idee kommen, einen Sonntagsbraten für fünf Personen zu zaubern. Aber so ein besoffenes Hühnchen pour moi on a weekend verträgt sich doch ganz gut mit meinem nostalgischen Abschweifer. On top ist das Hühnchen eine gesunde Mahlzeit.


Zutaten

für zwei Personen

350 g Hähnchenbrustfilet
100 g Cherrytomaten
50 ml Sherry
2 Lauchzwiebeln
1 EL Olivenöl
0,5 Bund Minze
0,5 Zitrone
0,5 EL Senf
0,5 TL Honig
Salz und Pfeffer


Zubereitung

Wascht zunächst die Hähnchenbrustfilets unter laufendem Wasser ab, trocknet sie vorsichtig mit einem Küchentuch ab und legt sie zum Marinieren in eine Schale. Für die Marinade drückt ihr die halbe Zitrone in ein kleines Schälchen aus. Verrührt den Zitronensaft mit dem Senf, gebt Öl und Sherry hinzu und verrührt erneut alles gut miteinander. Zupft ein paar der Minzblättchen ab und legt sie bei Seite – sie sind für die Deko. Die restlichen Minzblätter hackt ihr klein und rührt sie unter die Marinade. Schmeckt diese mit Salz, Pfeffer und Honig ab, ehe ihr sie gut über dem Fleisch verteilt. Lasst das Hähnchenfleisch mindestens zwei Stunden im Kühlschrank ziehen. Das Filet wird besoffen, nimmt das Aroma der Marinade an und wird nachher ganz fabelhaft schmecken.

Während das Fleisch sich in der Marinade suhlt, könnt ihr euch anderen Dingen widmen, beispielsweise eine DVD gucken, dabei an Wein nippen und entspannen. Ich für meinen Teil werde mich gleich ein wenig durch die Tiefen Kanadas wälzen. War von euch schon mal jemand in British Columbia? Über Tipps würde ich mich sehr freuen! Schon bald geht es los!

Sobald das Fleisch gute zwei Stunden mariniert wurde, könnt ihr den Backofen auf 220 Grad aufheizen. Wascht derweil die Tomaten und Lauchzwiebeln gut unter kaltem Wasser ab und schneidet den Lauch grob in mundgerechte Stücke. Gebt dann das Fleisch samt Marinade in eine ofenfeste Form und legt die Tomaten und Lauchzwiebeln hinzu. Schiebt die Form in den Ofen und lasst die Zutaten bei circa 25 Minuten gar werden. Während des Garvorgangs solltet ihr die Hühnerbrustfilets einmal wenden. Es sollte schon bald ganz herrlich in eurer Küche nach besoffenem Hühnchen duften. Sobald ihr die Portionen auf den Tellern angerichtet habt, gebt ihr noch die restliche Minze drüber. Et voilà!

So ein besoffenes Hühnchen schmeckt alleine gut genug. Wer aber noch ein paar Kohlenhydrathe zulegen mag, kann sich Backofenkartoffeln oder Brot dazu backen.

Das besoffene Hühnchen hatte einen Sherry zu viel und hängt jetzt bei mir ab. Riskante Angelegenheit. :-P

Für mich reicht das Hühnchen als ganze Mahlzeit gut aus. Wer aber gerne noch eine Beilage haben mag, kann sich zeitgleich Kartoffelspalten im Ofen backen oder einfach ein Brot kross anbacken. Guten Appetit!


Zusatzangaben

Zeitaufwand // gering / mittel / hoch

Haltbarkeit // Tage / Wochen / Monate

Tiefkühlen // ja / nein

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