Hauptgerichte

Folienkartoffel mit Kräuterquark

23. Juni 2016
Yummy, Folienkartoffel mit Kräuterquark

So langsam stimmt sich das Wetter auf den Sommer ein und treibt die Menschen nach draußen. Zumindest für die wenigen Stunden zwischen Regen und, naja, Regen. Auch mein Nachbar genießt heute mit Frau und Kind die Sonne auf dem Trottoir und schwingt sich die saftigen Steaks auf den Grill. Legga, da könnte ich gleich mitfuttern. Aber ich habe ausreichend Anstand und ein wenig Vorfreude auf mein eigenes Abendessen. Ich konnte nämlich auf dem Heimweg drei dicke, frische, prächtige Kartoffeln ergattern, die ich mir gleich ganz entspannt als Folienkartoffel mit Kräuterquark zubereiten werde. Eigentlich auch eine gute Beilage für einen Abend am Grill…


Zutaten

pro Person:

1 große Kartoffel
150 g Magerquark
1 Hand voll Kräuter (bspw. Petersilie oder Schnittlauch)
1 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer


Zubereitung

Die erste Frage ist vermutlich mit die Wichtigste: Welche Kartoffel verwende ich überhaupt für Folienkartoffeln? Nun, letzten Endes hängt das ein wenig von eurem Geschmack ab. :-) Wer seine Kartoffel nach dem Backen innen schön weich und fluffig mag, sollte zu mehligkochenden Kartoffeln greifen. Das ist der allgemeine Rat, den man Kochbüchern, Blogs und dem Web entnehmen kann. Wer wie ich ein wenig blauäugiger unterwegs ist und einfach nur Kartoffeln nehmen mag, die schön groß sind, der greift auch mal zu überwiegend festkochenden Kartoffeln. Ohne euch spoilern zu wollen: festkochende Kartoffeln schmecken als Folienkartoffel mit Kräuterquark auch ganz ausgezeichnet.

Heizt zunächst den Ofen auf 200 Grad vor. Da ich es vor mir kaum rechtfertigen kann, nur eine Kartoffel in den Ofen zu schieben, bereite ich gleich mehrere Kartoffeln zu. Sie schmecken auch am nächsten Tag, und am Tag darauf, noch gut und mein grünes Gewissen kommt mit dem Energieverbrauch ein bisschen besser zu Recht. :-)

Schrubbt zunächst eure Kartoffeln sauber. Ordentlich abgetrocknet stecht ihr mehrfach in die Kartoffeln ein, so dass sie beim Backen nicht aufplatzen. Bepinselt sie mit Olivenöl und legt je eine auf ein Blatt Alufolie. Streut etwas Salz und Pfeffer über eure Kartoffeln und wickelt sie dann zu einzelnen Päckchen in die Alufolie ein. Anschließend gebt ihr die Folienkartoffeln für 40 – 60 Minuten auf mittlerer Schiene in den Ofen. Die große Zeitspanne zwischen 40 und 60 Minuten hängt mit der Größe eurer Kartoffel zusammen. Habt ihr so Klöpse wie ich eingekauft, sind die 50 Minuten schnell erreicht. ;-) Ob die Kartoffeln gar sind, könnt ihr antesten, indem ihr mit einem Holzspieß reinstecht und schaut, ob sich das Innere weich anfühlt. Wer keinen Holzspieß zur Hand hat, kann selbstverständlich eine Kartoffel auch anschneiden und schauen, ob sie gar ist.

Durch den langsamen Garprozess der Kartoffel wird insgesamt viel schonender mit den Nährstoffen der Kartoffel umgegangen und auch ihr Aroma entwickelt sich feiner heraus. Ihr werdet das deutlich herausschmecken! Die Kartoffel könntet ihr schon so wie sie aus dem Ofen kommt ohne Langeweile verputzen.

Aber eine Folienkartoffel kommt selten nackig daher. Bereitet daher während der Garzeit im Ofen den Kräuterquark vor. Ihr benötigt maximal fünf Minuten: Gebt den Quark in ein Schüsselchen, streut Salz und Pfeffer drüber und hackt eine gute Hand voller Kräuter klein, die ihr dann hinzugebt. Ihr könnt euch nach Saison und Belieben bedienen: Petersilie und Schnittlauch sind Klassiker. Dill, Rosmarin oder Thymian schmecken ebefalls fein. Und Kräutermischungen aus dem Tiefkühlfach oder dem Vorratsschrank sind sicher auch gute Geschmacksgeber. Da bei mir der Eisenhaushalt häufig unter das Soll rutscht, versuche ich recht bewusst das Level durch meine Ernährung wieder hoch zu bringen. Deshalb gibt es heute für mich eine gute Ladung Petersilie an den Quark. Vermengt die Zutaten ordentlich miteinander und fertig ist der Kräuterquark.

Folienkartoffel mit Kräuterquark - eine ideale Sommermahlzeit

Ene, mene, muh – fertig bist du. :-) Okay, so schnell lässt sich eine Folienkartoffel mit Kräuterquark nicht zubereiten. Aber gut Ding, will Weile haben. Nicht wahr?

Wer gerne noch etwas Salat dazu geben mag, kann seinen Teller damit auslegen und die Kartoffel ausgepackt hineinlegen. Ich habe zu deutschem Feldsalat gegriffen, obwohl er eigentlich keine Saison hat. Aber der Rucola sah leider nicht so frisch und knackig aus, wie er für mich hätte aussehen müssen…

Eine leckere vegane Alternative zum Kräuterquark wäre das Anrichten der Kartoffel mit Rohkostsalaten. Statt Kräuterquark schmeckt es ausgezeichnet, wenn ihr beispielsweise Krautsalat und/oder Rotkohlsalat drüber gebt. Probiert es mal aus. Hmmm, lecker!


Zusatzangaben

Zeitaufwand // gering / mittel / hoch

Haltbarkeit // Tage / Wochen / Monate

Tiefkühlen // ja / nein

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