Brot

Kohlrabibrot

12. Oktober 2017
veganes und glutenfreies Kohlrabibrot

Es gibt kein Drumrumkommen, die Tage werden wieder kürzer… Meiner einer startet seine Abende dann gerne auch schon etwas früher auf der Couch und mampft sich gemütlich durch sein Abendessen. Statt, wie vor ein paar Wochen noch, jeden Abend einen frisch geernteten Salat zu futtern, schmiere ich mir jetzt wieder die gute alte Stulle. Frisches Brot ist für sich schon was Feines. Und so gibt es dieser Tage bei mir ein frisch gebackenes und selbstverständlich glutenfreies Kohlrabibrot.

Das Kohlrabibrot ist eine Abwandlung meines Zucchinibrots. Die Idee dazu kam mir im Sommer, als ich nicht mehr wusste, wie ich meine gute Ernte an Kohlrabiknollen unterbringen sollte. Und was soll ich sagen? Die Idee ist aufgegangen. Gleich beim ersten Versuch. Dennoch habe ich es mehr als einnmal gebacken, da es a) ausgesprochen lecker ist und b) euch die Sicherheit geben soll, dass das Nachbacken mit diesem Rezept auch wirklich funktioniert. Jeder von uns mit einer Zöliakie kennt es wohl – Rezepte gehen nicht immer auf. Und häufig frage ich mich, ob es daran liegt, dass sich jemand nicht ausreichend Mühe gemacht hat, es wieder und wieder auszutesten. Oder ob ich vielleicht doch keinen guten Tag hatte… :-) Schreibt mir doch einfach mal, wie das Nachbacken meines Kohlrabibrots euch gelungen ist. Ich bin offen für Kritik. Hehe. So, wollen wir mal backen?


Zutaten

500 g Kohlrabi, kleingerieben
200 ml Wasser, lauwarm
200 g Reismehl
150 g Sorghum- oder Teffmehl
150 g Buchweizenmehl
2 EL Bärlauch, getrocknet
1 Päckchen Trockenhefe
1 EL Salz
1 Handvoll Haselnusskerne


Zubereitung

Gebt zunächst alle trockenen Zutaten, also die Mehlsorten, die Trockenhefe, das Salz und den Bärlauch, in eine große Schüssel und vermischt sie gut miteinander. Spült anschließend eure Kohlrabiknollen unter kaltem Wasser ab und tragt die Schale ab, wenn sie zu holzig ist. Andernfalls könnt ihr die Kohlrabis ohne Weiteres als Ganze verwenden. Bevor ich meine Kohlrabiknollen auf einer feinen Reibe in Streifen hobel, viertel ich sie noch. Für mich sind sie so deutlich handlicher und der Energieaufwand ist gefühlt etwas geringer. Die feinen feuchten Kohlrabistreifen gebt ihr mit dem lauwarmen Wasser zur Mehlmischung hinzu. Vermengt nun mit euren Händen oder mit einem Holzlöffel die kleingeriebenen Kohlrabis mit dem Mehl. Der Vorgang bedarf etwas Kraft und Geduld ehe wirklich alles miteinander vermengt ist.

Deckt den Teig für euer Kohlrabibrot mit einem Tuch oder einem lose aufgelegten Deckel ab und lasst ihn an einem warmen Ort für 30 Minuten gehen. In der Zwischenzeit könnt ihr die Haselnüsse rauslegen und es euch gemütlich machen. Gebt die Nüsschen nach den 30 Minuten ebenfalls zum Teig, den ihr jetzt noch einmal durchknetet und dann für eine weitere Stunde an einem warmen Ort gehen lasst. Ich weiß, ein Brot zu backen ist schon eine etwas langwierige Angelegenheit. Aber am Ende des Tages wird es sich lohnen.

Ist der Teig nun eine Stunde an einem warmen Ort leicht aufgegangen, wird es Zeit den Backofen auf 200 Grad Celsius vorheizen. Wer das Brot wie ich gerne als runden Laib in den Ofen schieben mag, kann jetzt noch ein wenig entspannen. Alle anderen krosen noch eine kleinere Kastenform hervor und kleiden sie mit einer Papiermanschette aus. Habt ihr keine zur Hand, dann könnt ihr die Form auch gut mit etwas Öl einfetten.

Nach der Ruhezeit solltet ihr den Teig noch ein letztes Mal durchkneten und ihn dann auf einem mit Backpapier aufgelegtem Backblech zu einem runden Laib formen oder in eure Kastenform legen. Pinselt abschließend den Brotlaib mit Wasser oder etwas Öl ein und ritzt die Oberfläche mit einem scharfen Messer leicht an. Euer Kohlrabibrot wird nun für circa 45 Minuten bei 200 Grad auf mittlerer Schiene im Ofen ausgebacken.

Sobald euer Kohlrabibrot außen goldbraun und kross ist, nehmt ihr es aus dem Ofen und lasst es auf einem Gitterrost auskühlen. Wer mich kennt, weiß, dass ich Selbstgebackenes gerne schon anteste, wenn es noch lauwarm ist. Wer es mir gleichmachen mag, dem Rate ich zu Obacht: Das Brot ist innen recht feucht und reißt lauwarm schnell entlang des Messers auf. Nicht schön, wenn auch immer noch unfassbar lecker. Hehe.

Das glutenfreie und vegane Kohlrabibrot ist für mich derzeit das leckerste Abendbrot, dass ich mir aus meiner Ernte gebacken habe.

Gib mir ein K, gib mir ein O, gib mir ein H, gib mir ein… hehe…schon gut, schon gut, gebt mir ein Kohlrabibrot. :-)

Wer sein Kohlrabibrot alleine isst, der kann es ohne Weiteres für einige Tage auf der Anrichte liegen lassen, ohne dass es austrocknet oder sehr viel weicher wird. Wer auf Nummer sichergehen mag oder vielleicht auch erst in ein paar Wochen wieder Lust auf die ein oder andere Scheibe Kohlrabibrot hat, der kann sein Brot ohne Weiteres einfrieren. Idealerweise schneidet ihr es vorab schon in Scheiben, so lässt es sich leichter portionieren.


Zusatzangaben

Zeitaufwand // gering / mittel / hoch

Haltbarkeit // Tage / Wochen / Monate

Tiefkühlen // ja / nein

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