Brot

Zwiebel-Schafskäse-Brot

9. Mai 2016
Zwiebel-Schafskäse-Brot

I have a confession to make: Ich habe vor Kurzem industriell gefertigte Brötchen gekauft. Mja, sie waren lecker. Mja, mir war danach. Und mja, es war Bequemlichkeit, denn zu Hause hatte ich kein frisches Brot. Von Brötchen wollen wir erst gar nicht reden. Also scheiß auf mein Vorhaben, in 2016 nur selbstgebackenes Brot zu vertilgen. Immerhin steht noch das Vorhaben, keine industriell gefertigten Süßigkeiten zu essen. Immerhin! Es ist Mai – und damit schon fast ein halbes Jahr an Verzicht geschafft. Mir fällt es ehrlich gesagt auch gar nicht so schwer auf Bounty, Snickers und Co zu verzichten, da ich die Schokomonster bisher nicht vermisse. So, ich drifte aber ab: Damit mir so ein Rückfall wie vor wenigen Tagen nicht noch einmal passiert, gibt es heute die geballte Ladung Brot. Herzhaft soll es sein. Und saftig. Und lecker, aber das versteht sich wohl von selbst. ;-) In einem alten „Handbuch für das tägliche Backen“ habe ich kürzlich ein solches Rezept gefunden. Das dort beschriebene Zwiebel-Schafskäse-Brot model ich also einmal auf glutenfrei um, und schaue, wie erfolgreich ich dabei bin. Mit meiner Mehlmischung für helles Brot sollte ich gut aufgestellt sein. Mögen die Brotback-Spiele beginnen!


Zutaten

350 g Reismehl
50 g Buchweizenmehl
50 g Amaranthmehl
50 g Hirsemehl
0,5 EL Zucker
0,5 EL Salz
20 g frische Hefe
450 ml warme Mandelmilch oder herkömmliche Milch
20 g Butter
75 g Schafskäse
0,5 Zwiebel


Zubereitung

Brot zu backen ist gar nicht so schwer, wie ich anfangs dachte. Die bisherigen Backversuche sind alle gut gelungen und ich musste kein Brot in die Tonne kloppen beziehungsweise den Tauben zum Fraß vorwerfen. Sowohl mit als auch ohne Bindestoffe (Xanthan oder Guarkenrmehl sind meine Favoriten), habe ich bisher gute Erfolge verzeichnet. Auch für  das Zwiebel-Schafskäse-Brot bediene ich mich dem Weißbrot-Rezept ohne Bindestoffe. Bei dem heutigen Backversuch verwende ich ausnahmsweise auch mal wieder normale Milch, da ich in Kürze in Urlaub fahre und den letzten Rest nicht sauer werden lassen mag. Wer aber mag, kann sie durch Mandelmilch ersetzen. Das ist ein guter Ersatz und schmeckt nicht viel anders.

Für das Zwiebel-Schafskäse-Brot siebt ihr zunächst die verschiedenen Mehlsorten in eine Schüssel, vermengt sie untereinander und drückt in die Mitte eine Mulde. Bröselt in diese Vertiefung die Hefe hinein und bestreut sie mit Zucker und Salz. Mit zwei Esslöffeln der lauwarmen Milch vermengt ihr die Zutaten vorsichtig zu einem kleinen, geschmeidigen (Vor-)Teig. Stellt die Schüssel dann zugedeckt an einem warmen Ort und lasst den Vorteig dort für 15 Minuten ruhen. Schneidet in der Zwischenzeit die halbe Zwiebel in feine Streifen und krümelt den Schafskäse klein.

Gebt nach den 15 Minuten die restliche Milch sowie die Butter hinzu und vermengt mit einem elektronischen Handrührer (Knetaufsatz) alle Zutaten von der Mitte ausgehend zu einem glatten Teig. Hebt anschließend die Zwiebelstreifen und den Schafskäse hinzu und rührt alles gut durch. Lasst anschließend den Teig weitere 30 Minuten zugedeckt in der Schüssel an einem warmen Ort aufgehen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Hefeteigen, geht bei der glutenfreien Variante der Teig nicht so enorm auf – aaaaber er geht auf.

Mjam, das ZwiebelSchafskäse-Brot schmeckt pur fast noch besser als herzhaft belegt.

Das herzhafte Zwiebel-Schafskäse-Brot ist außen schön knusprig und von innen ganz saftig.

Nach den 30 Minuten knetet ihr den doch eher klebrigen Teig noch einmal ordentlich durch und legt ihn in eine runde, gefettete Pie- oder Kuchenform. Wer noch mehr experimentieren mag als ich, kann den Teig gesamt auf ein Blech geben und vorsichtig zu einem Laib formen. Leider ist der Teig sehr viel klebriger als ihr Hefeteig vielleicht bisher kanntet. Also gebt mit den Pfoten Obacht!

Lasst den Teig für weitere 15 Minuten gehen und heizt in der Zeit den Ofen auf 200 Grad vor. Pinselt vor dem Saunagang die Oberseite des Brots mit etwas Milch ein und schiebt es dann bei 200 Grad Umluft für circa 30 – 40 Minuten in den Ofen. Herauskommen sollte ein würzig-duftendes Laib, dass außen kross und innen saftig ist. Ich war bei diesem Brot besonders begeistert, da ich nicht damit gerechnet hatte, dass das Rezept so gut aufgeht. Also liebes Zwiebel-Schafskäse-Brot: Du und ich – immer wieder!


Zusatzangaben

Zeitaufwand // gering / mittel / hoch

Haltbarkeit // Tage / Wochen / Monate

Tiefkühlen // ja / nein

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