Hauptgerichte

Gnocchi in Salbeibutter

24. Juli 2016
Gnocchi

Schwupps, es ist schon wieder eine Woche rum und ich habe keine Zeit gefunden eines meiner feinen Gerichte online zu stellen. Schande über mein Haupt! Lecker gegessen wurde trotzdem, weshalb ich euch heute ein Rezept vorstelle, dass bereits letzten Sonntag strahlend vor mir stand. Es handelt sich um ein klassisches, klein-knödeliges Sonntagsessen aus Italien. Die Gnocchi! Gnocchi in Salbeibutter lassen mein Herz beim Essen höher schlagen, weil sie recht simpel daher kommen, aber doch eine geballte Ladung an Geschmack mit sich bringen. Mehr davon, bitte!


Zutaten

Gnocchi für zwei Personen:

600 g Kartoffeln (mehligkochend)
30 g Reismehl
40 g Kartoffelmehl
1 Ei
0,5 TL Salz
Prise Pfeffer
Prise Muskatnuss (gerieben)

Salbeibutter:

100 g Butter
30 Salbeiblätter
1 TL Salz


Zubereitung

Gnocchi kann man ganz einfach selber machen. Einfach heißt aber nicht schnell. Wer mal eben so Gnocchi zubereiten mag, plant besser ein verlängertes Wochenende ein. Okay, ich übertreibe ein wenig, aber gute 1,5 Stunden braucht man schon für die Zubereitung. Macht euch daher nicht mit knurrendem Magen an das Rezept. Nehmt euch Zeit, seid mit all eurem Bewusstsein dabei (ommmmmshantiii) und genießt danach die kleinen Klößchen im Angesicht eures Schweißes.

Der erste Schritt ist der leichteste: Gebt die Kartoffeln in einem Topf und gießt so viel Wasser hinzu, dass sie knapp bedeckt sind. Stellt den Topf mit Kartoffeln auf den Herd und kocht bei höherer Temperatur die Kartoffeln in 30 – 40 Minuten gar.

In der Zwischenzeit bereitet ihr die Salbeibutter zu. Dafür müsst ihr nur die Butter in einer Pfanne schmelzen, die gewaschenen Salbeiblätter fein hacken und zur Butter geben. Würzt die Butter mit Salz und lasst sie kurz bei niedriger Temperatur ziehen. Die Butter könnt ihr ohne Weiteres in ein kleines Schälchen oder ein Weckglas umfüllen und später in gewünschter Menge über die Gnocchi geben. Wer mag, kann den Rest ohne Weiteres für mehrere Wochen im Kühlschrank aufbewahren und als Brotaufstrich nehmen.

Sind eure Kartoffeln gar, gießt ihr das Wasser ab und pellt die noch warmen Kartoffeln. Gebt Obacht, dass ihr eure Pfoten nicht verbrennt und haltet tapfer durch. Der Part ist meiner Meinung nach der anstrengendste. Zerstampft dann die gepellten Kartoffeln ordentlich klein. Im Idealfall solltet ihr einen feinen Brei, ganz ohne Klümpchen vor euch in der Schüssel haben.

Siebt anschließend über den Kartoffelstampf das Reis- und Kartoffelmehl. Gebt noch das Ei, Salz sowie Pfeffer und Muskatnuss hinzu und knetet mit den Händen alles zu einem glatten Teig. Aus diesem Teig formt ihr nun teelöffelgroße Kugeln, die ihr wie ich, zunächst auf ein Brett legen könnt. Anschließend drückt ihr die Kugeln leicht mit einer Gabel an, so dass sie leicht anflachen.

Setzt nun einen großen Topf mit Wasser auf, den ihr mit einer Prise Salz ordentlich zum Kochen bringt. Die glutenfreien Gnocchi lasst ihr am besten mit einer Schöpfkelle in das kochende Wasser gleiten. Bei offenem Topf sollten sie nur so lange kochen, bis sie an die Oberfläche steigen. Dies geht recht schnell. Dreht die Temperatur runter und lasst die Gnocchi 2 Minuten weiter ziehen. Mit der Schöpfkelle hebt ihr sie dann raus und gebt sie direkt in den Teller.

Diese kleinen italienischen Knödelchen würde ich gerne öfter machen. Wären die Gnocchis nur nicht so aufwändig. Naja, egal, lang lebe der Gnocchi!

Hm… Diese Gnocchi in Salbeibutter sind ein feines Sonntagsessen. Ladet Familie und Freunde ein, um die Köstlichkeit mit anderen zu teilen.

Da ich zwei Portionen Gnocchi zubereitet und nur eine Portion ausgekocht habe, stand am nächsten Tag noch einmal Gnocchi auf der Tageskarte. Die Gnocchi haben sich in einer luftdichten Box freundlicherweise gehalten und nichts an Geschmack und Konsistenz verloren. Hin und wieder werde ich auch gefragt, ob man meine Gerichte gut einfrieren kann. Bei Gnocchi kann ich euch das leider nicht verraten, da ich sie frisch zubereite und dann auch im Ganzen weiterverarbeite. Sollte einer von euch bereits Erfahrungen mit dem Einfrieren von Gnocchi gemacht haben, lasst es mich gerne wissen.


Zusatzangaben

Zeitaufwand // gering / mittel / hoch

Haltbarkeit // Tage / Wochen / Monate (bitte innerhalb eines Tages auskochen)

Tiefkühlen // ja / nein

 

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