Brot

Quinoa-Sauerteigbrot

14. Januar 2016

An manchen Tagen mochte ich das schon sehr gerne, morgens nur eine getoastete Scheibe Brot mit Butter und Salz zu essen. Oder einfach mal einen feinen Rosinenstuten am Nachmittag naschen. Oder ein saftiges Vollkornbrot mit Schinken verschlingen, wenn der Tag länger war, als geplant. Diese Momente vermisse ich hin und wieder, denn all die liebgemeinten Ersatzbrote da draußen, ranigeren doch eher zwischen dröge, ungenießbar und ungesund. Keine Frage, es gibt Ausnahmen, aber die muss man dann auch wiederum mit gutem Geld bezahlen. Als ich zuletzt beim Biomarkt für ein glutenfreies 500-Gramm-Brot ganze sechs Euro gelatzt habe, nur weil ich so richtig, richtig Lust auf ein „normales Brot“ hatte, war ich nachher ein wenig beschämt, dass ich das auch wirklich gezahlt habe. Letzten Endes bin ich soweit, dass ich morgens ohne Weiteres auf Brot verzichten kann und gerne mit frischem Obst und Porridge in den Tag starte.

Für die wenigen Momente im Jahr, in denen ich mich nach Brot verzehre, mag ich in diesem Jahr gewappnet sein, weshalb ich mir für 2016 vorgenommen habe, meine Brote einfach selber zu backen und auf Vorrat zu legen. Ich habe ein gutes altes Backbuch von meiner Mutti, weiß halbwegs mit den glutenfreien Mehlsorten umzugehen und bin waghalsig genug, um mich fortan von meinem eigenen Back und Gut zu ernähren. Also auf geht es, 2016, wir starten mit dem Quinoa-Sauerteigbrot.


Zutaten

1 Beutel Biovegan Quinoa Sauerteig Extrakt
350 g Buchweizenmehl
150 g Kichererbsenmehl (das ursprüngliche Rezept empfiehlt Sojamehl)
9 g Trockenhefe (etwas mehr als ein Beutelchen)
1 TL Salz
375 ml Wasser


Zubereitung

Die Zubereitung des Quinoa-Sauerteigbrots ist recht einfach. Gebt die trockenen Zutaten alle in eine große Schüssel und mischt sie gut mit einem Löffel durch, so dass sich die einzelnen trockenen Komponenten gleichmäßig verteilen. Eigentlich empfiehlt das Rezept Sojamehl zu verwenden. Da ich aber kein Sojamehl daheim hatte, habe ich mich für Kichererbsenmehl entschieden. Es hat wie das Sojamehl einen leicht nussigen Geschmack und dürfte ähnlich binden.

Wärmt das Wasser auf circa 34 Grad auf. Solltet ihr kein Thermostat zur Hand oder am Wasserkocher haben, dann gilt als Richtlinie, dass das Wasser Hand-Temperatur haben sollte. Brutzelt der Finger, wenn ihr ihn in das aufgewärmte Wasser haltet, dann ist das Wasser nicht nur für euch zu warm. Fügt das lauwarme Wasser der Mehlmischung hinzu und verknetet gewissenhaft die Zutaten mit dem Handrührgerät. Wundert euch nicht, wenn der Teig eher feucht-klebrig als geschmeidig-fest wird. Abgedeckt mit einem Tuch, sollte der Teig für eine gute Stunde an einem warmen Ort stehen, so dass sich die Hefe entfalten kann. Nach dieser einen Stunde ist der Teig im Idealfall ein wenig aufgegangen. Knetet ihn noch ein letzes Mal gut durch und gebt ihn in eine gefettete Kastenform.

Gold-braun, knuspriger Rand und fluffiges Innenleben - das Quinoa-Sauerteigbrot

Mein Versprechen an mich für 2016 – keine Brote mehr kaufen, sondern selber backen. Gleich der erste Versuch mit dem Quinoa-Sauerteigbrot ist eine gold-braune Punktlandung.

Das Quinoa-Sauerteigbrot wird bei 180 Grad für circa 50 Minuten im nicht vorgeheizten Ofen ausgebacken. Es wird empfohlen, eine kleine, hitzebeständige Schale mit Wasser in den Ofen zu stellen. Der dadurch entstehende Wasserdampf legt sich auf der kühleren Oberfläche des Brotlaibs ab, wodurch die Oberfläche geschmeidig bleibt und sich die Kruste erst bildet, nachdem das Wasser verdampft ist.

Mal abgesehen von dem Sojamehl habe ich mich genau an das Rezept auf dem Sauerteig-Tütchen gehalten. Und anders als erwartet (der Skeptiker in mir), kam nach nicht einmal einer Stunde Backzeit ein gold-braunes Brot mit fester Kruste aus dem Backofen heraus. Gebt dem Brot nach dem Backen noch ausreichend Zeit sich auf einem Gitterrost abzukühlen. Danach ist es ganz euers! Das tolle am Quinoa-Sauerteigbrot ist seine Schnittfestigkeit – ich kann sehr feine Scheiben abschneiden, ohne, dass das Brot anfängt zu krümeln. So lassen sich ideal einzelne Scheiben einfrieren und wieder auftauen.

Fazit: Ich werde das Brot sicherlich noch einmal backen. Dann würde ich statt Trockenhefe einmal frische Hefe verwenden. Meiner Erfahrung nach, sollte sich das positiv auf die Konstitenz und den Geschmack des Brots auswirken.


Zusatzangaben

Zeitaufwand // gering / mittel / hoch

Haltbarkeit // Tage / Wochen / Monate

Tiefkühlen // ja / nein

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