Kekse

Bethmännchen

23. Dezember 2016
Bethmännchen sind sehr leckere glutenfreie Weihnachtsplätzchen

Jedes Jahr backt meine Kollegin wohl zu Weihnachten diese kleinen, süßen Marzipanplätzchen, von denen ich bisher noch nie welche gegessen hatte. Und erst als ich sie in diesem Jahr nachbacken wollte, erfuhr ich ihren sonderbaren Namen: Bethmännchen. Wegen der eingearbeiteten Mandeln, und ohne die richtige Schreibweise im Kopf zu haben, dachte ich zunächst an eine sakrale Nascherei, die an mir als Agnostiker galant vorbei gegangen ist. Doch falsch gedacht.

Der Geschichte nach, stammen die ersten halbkugelförmigen Mandel-Plätzchen aus dem Haus des Frankfurter Staatsrates Simon Moritz von Bethmann. Dieser reichte schon 1838 das Gebäck seinen Gästen. Die leckeren Bethmännchen haben es wohl seit jeher zu Ruhm gebracht und sind in der Frankfurter Region das ganze Jahr über in Konditoreien zu finden.

Die von mir nachgebackenen Bethmännchen sehen leider nicht wie die traditionellen Bethmännchen aus, denn ich habe von ihrer ursprünglichen Dekoration mit vier Mandelhälften entlang der Halbkugel und der Verarbeitung von blanchierten Mandeln erst im Nachhinein erfahren. Schande Beim nächsten Mal backe ich sie im traditionellen Stil, versprochen.


Zutaten

für ca. 30 – 35 Bethmännchen

200 g Marzipanrohmasse
80 g Puderzucker
80 g gemahlene Mandeln (wenn das Gebäck besonders hübsch und traditionell aussehen soll, nehmt ihr blanchierte Mandeln)
40 g ganze geschälte Mandeln
2 EL glutenfreies Mehl (Mehlmischung für Kuchen, Muffins und Co)
1 Ei
1 EL Milch


Zubereitung

Wenn man erst einmal alle Zutaten für die Bethmännchen zu Hause hat, geht die Zubereitung recht flott von der Hand. Heizt deshalb gleich zu Beginn den Backofen auf 150 Grad vor.

Trennt anschließend das Ei. Das Eiweiß gebt ihr in eine Rührschüssel, das Eigelb in ein kleineres Schälchen. Letzteres verwenden wir am Ende zum Einpinseln der Bethmännchen. Zerpflückt nun mit euren Händen die Marzipanrohmasse und gebt sie, gemeinsam mit dem Puderzucker, den gemahlenen Mandeln und dem Mehl mit in die Rührschüssel zum Eiweiß. Jetzt beginnt der klebrige Spaß: Verknetet diese Zutaten mit euren Händen zu einer homogenen Masse.

Formt aus dem Teig kleine Kugeln, die ihr auf ein mit Backpapier ausgelegtes Bleck setzt. Auf diese Kugeln gebt ihr eine halbierte (oder zarte ganze) Mandel und drückt sie leicht hinein. Wer es traditionell halten mag geht wie folgt vor: Halbiert zwei Mandeln und drückt die Mandelhälften entlang einer jeden Kugel, so dass die Mandeln senkrecht entlang stehen.

Das getrennte Eigelb verquirlt ihr nun noch mit der Milch. Bepinselt damit die Bethmännchen und schiebt diese für acht bis zehn Minuten in den vorgeheizten Backofen. Achtet darauf, dass sie nicht all zu dunkel werden. Meine sehen besonders durch die nicht blanchierten Mandeln, die ich im Teig verwendet habe, recht dunkel aus und waren auch einen Tick zu lange im Ofen.

Diese Variante der Frankfurter Bethmännchen kommt glutenfrei daher und hat auf blanchierte Mandeln verzichtet, weshalb sie einen Tick dunkler aussehen, als die feinen Bethmännchen beim Konditor. Schmecken trotzdem klasse. Hehe.

Das Rezept der Frankfurter Bethmännchen habe ich von einer Kollegin erhalten und bin restlos begeistert, wie lecker diese kleinen Marzipan-Mandel-Plätzchen schmecken. Ich werde es wie Herr Bethmann halten und diese Plätzchen das ganze Jahr über backen und zum Tee reichen. Yummy.


Zusatzangaben

Zeitaufwand // gering / mittel / hoch

Haltbarkeit // Tage / Wochen / Monate

Tiefkühlen // ja / nein

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