Brötchen

Frühstücksmuffin

30. März 2017
glutenfreier Frühstücksmuffin

Vergangenes Wochenende hatte ich ordentlich viel zu tun… und dennoch wollte ich es mir nicht nehmen lassen, nach einem ordentlich guten Lauf, ein ordentlich gutes Frühstück mir einzuverleiben. Während ich unter der Woche eher Obst und Flocken futter, erfreue ich mich an den Wochenenden doch ganz gerne mal an frisch gebackenem Brot, Pancakes oder, wie am vergangenen Wochenende, an dem ein oder anderen frisch gebackenen Frühstücksmuffin.

Das ausgesprochen gute Rezept stammt von Carina, the gluten-free goddes. Ihren Blog schaue ich mir seit einigen Jahren gerne an, um mich bei glutenfreien Rezepten inspirieren zu lassen. Wenn ich mich recht erinnere, war es sogar einer der ersten Blogs die ich mir nach der sichergestellten Diagnose angeschaut habe. Selten verwendet sie jedoch Zutaten, die es in unseren Breitengraden ohne größere Umstände gibt.

Xanthan Gum kannte ich damals noch nicht und hatte mich bei den Rezepten anfangs gewundert, was das wohl sein kann. Es ist ein Bindemittel, das zugegeben ausgesprochen gut bindet, und hier am einfachsten über Online-Shops oder in der Apotheke zu erhalten ist. Wer nah am Grenzgebiet (Niederlande) lebt, bekommt es dort auch ganz einfach in Supermärkten und Haushaltswarenläden.

Und dann verwendet Carina, the goddess, gerne Sorghum Mehl. Sorghum….sag einmal Sorghum. Hehe. Der deutsche Begriff dafür ist Mohrenhirse, den ihr getrost vergessen könnt, denn meiner Erfahrung nach ist es einfacher dieses Mehl unter dem englischen Begriff (auch jowar flour) im asiatischen oder afrikanischen Import-Export-Laden zu kaufen. Und hier wissen die Herren und Damen mit Sorghum und Jowar definitiv mehr anzufangen. Wer von euch keinen Import-Export-Laden ums Eck hat, der kann sich das Mehl auch in den zertifizierten Online-Shops kaufen. Sehr viel günstiger wird es allerdings eher in den besagten Läden.


Zutaten

für zwölf Frühstücksmuffin

250 ml lauwarmes Wasser (45 Grad Celsius)
125 ml lauwarme Mandelmilch (45 Grad Celsius)
100 g Mohrenhirsemehl aka Sorghum oder Jowar Flour
100g  Kartoffel- oder Maisstärke
50 g Hirsemehl
4 EL Olivenöl
2,5 TL Trockenhefepulver
2 EL Honig (ihr könnt ihn getrost weglassen kann)
2 Eier
2 TL Xanthan Gum (gerne könnt ihr es auch mit Guarkernmehl ausprobieren)
1 TL Salz
1 Prise brauner Zucker


Zubereitung

Noch bevor ihr den Teig zubereitet, stellt ihr den Ofen auf 175 Grad ein, so dass er seine Kerntemperatur erreicht hat, sobald ihr die Frühstücksmuffins in den Ofen schiebt.

Vermischt nun die Mehlsorten, das Xanthan Gum und das Salz in einer Rührschüssel. In eine weitere Schüssel gebt ihr das warme Wasser und die warme Mandelmilch. Um die Mandelmilch nicht umständlich auf dem Herd aufzuwärmen, lasse ich das Wasser im Wasserkocher auf ca. 55 Grad aufwärmen. Wenn man dann das eigentlich zu warme Wasser mit der gekühlten Milch in ein Gefäß gibt, gleicht sich die Temperatur aus. Gebt zu dem lauwarmen Wasser-Milch-Gemisch den Zucker und die Trockenhefe. Verrührt es und lasst es an einem warmen Plätzchen für einige Minuten stehen – es sollten sich ein paar Bläschen bilden.

Gebt dann die aufgegangene Hefe-Wasser-Milch-Mischung, ebenso wie das Öl, die Eier und den Honig zu den trockenen Zutaten und rührt alles mit einem Handrührgerät behutsam um. Remember: Hefe mag das starke Rühren nicht … sie ist, wie ich, zartbesaitet. Der Teig sollte mehr wie ein Muffinteig sein – zähflüssig. Kommt nicht auf die Idee zu denken, dass ihr etwas Formbares in der Hand halten könnt. Hehe.

Lasst den Teig für wenige Minuten an einem Ort stehen, rührt ihn dann noch einmal vorsichtig um. Nehmt dafür gerne einen Holzlöffel. Gebt den Teig anschließend in eine gut beschichtete Muffinform und stellt diese ebenfalls wieder an einen warmen Platz, so dass der Teig ein wenig aufgehen kann. Gebt anschließend die Backform in den warmen Ofen und schaut den Frühstücksmuffins beim Wachsen zu. Manche meiner Muffins sind mehr als doppelt so groß geworden. Nach 20 – 25 Minuten sollten die Muffins leicht braun und ausgebacken sein. Lasst sie auf einem Gitterrost auskühlen und genießt sie am Besten frisch zum Frühstück.

Oh, und wer einen geschmacklichen Vergleich haben mag: Die Frühstücksmuffins schmecken wie die Aufbackbrötchen von Knack und Back. Zumindest habe ich den Geschmack genau so in Erinnerung. Hehe.

Komm zu mir, kleiner glutenfreier Frühstücksmuffin. Ich mag dich mit Himbeermarmelade, mit herzhaftem Aufstrich oder einfach nur mit Butter futtern.

Hm…diese kleinen, knackigen, glutenfreien Frühstücksmuffins haben mein Herz erobert. Auch wenn sie nicht die beste Energiebilanz aufweisen können, machen sie mich glücklich. Gepaart mit Himbeermarmelade fällt mir die Zöliakie gar nicht mehr schwer.

Die Frühstücksmuffins schmecken mir persönlich frisch gebacken am Besten. Am nächsten Tag sind sie leider schon sehr viel weniger knusprig und frisch, was mit wenigen Minuten im Backofen wieder wett gemacht werden kann. Wer die Frühstücksmuffins einfrieren mag, kann dies ohne Weiteres tun. Einfach in Tütchen stecken, einfrieren und sie am gewünschten Tag auftauen. Dann sind sie frisch und knackig.


Zusatzangaben

Zeitaufwand // gering / mittel / hoch

Haltbarkeit // Tage / Wochen / Monate

Tiefkühlen // ja / nein

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