Salat

Kohlrabi-Apfel-Salat

10. Juli 2016
Kohlrabi-Apfel-Salat

Es war mal wieder einer dieser langen Tage, an denen ich abends umnebelt vom Tag im Bio-Laden stand und nicht mehr so ganz wusste, was ich eigentlich einkaufen wollte. Die Einkaufsliste lag an einem sicheren Platz daheim, die Gedanken waren noch im Büro und neben einem gewissen Automatismus (man kauft, was man immer kauft), greift man dann auch mal daneben. In diesem Fall zu Kohlrabi.

Kohlrabi!? Das ist eines dieser Gemüse, das ich eigentlich nur esse, wenn die liebe Kollegin die geschnibbelten Stückchen rüber reicht und ich sie mit ein, zwei frischen Knacken im Mund verschwinden lasse. Was auch immer mich dazu verleitet hat, Kohlrabi zu kaufen… Gekauft heißt bei mir so gut wie gegessen. Nur was mache ich jetzt mit diesen zwei kleinen, straffen Kohlrabi? Ein Salätchen, würde ich sagen. Salat geht doch immer, oder nicht? Und so suche ich im Netz nach einem Salat, der mich nicht mehr dazu nötigt, noch einmal das Haus zu verlassen, um die noch fehlenden Zutaten zu kaufen. Denn wer wie ich im Obergeschoss eines Altbaus wohnt, weiß um das Gefühl Bescheid, wenn man erst die zweite Etage erreicht hat und noch zwei weitere vor sich hat. Aber zurück zur Geschichte: Nach einer guten halben Stunde wurde ich auf Majas Blog fündig und denke, dass mir ihr Kohlrabi-Apfel-Salat mit gerösteten Haselnüssen ausgezeichnet schmecken wird.


Zutaten

für zwei Portionen

50 g ganze Haselnusskerne
1 großer oder 2 kleine Kohlrabi
1 mittelgroßer süßer Apfel
2 El extra natives Olivenöl
1 El Zitronensaft
1 El Weißweinessig


Zubereitung

Heizt als erstes euren Backofen auf 175 °C Ober- und Unterhitze auf. Legt die Haselnüsse auf einem Backblech aus und schiebt sie für etwa 10-12 Minuten zum Rösten in den Ofen. Wer eine feine Nase hat, nimmt schnell das leckere Haselnussaroma in der Küche war. Nehmt die Nüsschen aus dem Ofen und gebt sie auf ein sauberes Geschirr- oder Küchentuch. Die Schalen lassen sich nun ganz leicht zwischen euren Fingern entfernen. Passt aber auf, dass ihr euch nicht verbrennt. Ein bisl warm sind die Nüsschen nämlich schon noch. Die fertig geschälten Haselnüsse stellt ihr nun erst einmal zur Seite.

Wascht eure Kohlrabi zunächst ordentlich ab und schneidet die holzigen Stellen weg. Wenn ihr möchtet, Maja empfiehlt es so in ihrem Rezept, könnt ihr die Kohlrabi auch einmal ganz schälen. Ich verzichte darauf, weil ich prinzipiell ein bisschen fauler in der Küche unterwegs bin. ;-) Nun reibt die Kohlrabi bis auf den Strunk in eine größere Schüssel. Ich habe eine gewöhnliche Küchenreibe genommen, mit der man mittelfeine Streifen reiben kann. Ihr könnt aber auch auf einer Mandoline oder mit Hilfe eines Sparschälers feine Scheibchen hobeln. Widmet euch anschließend dem Apfel: einmal schälen, vierten, entkernen und ebenfalls über die Reibe jagen.

Die Apfel- und Kohlrabistreifen werden dann zusammen mit Olivenöl, Zitronensaft und Weißweinessig in der Schüssel vorsichtig miteinander vermengt. Würzt den Salat zuletzt noch mit einer guten Portion Salz und Pfeffer nach. Ihr könnt den saftigen Kohlrabi-Apfel-Salat direkt in einem Schälchen oder auf einem Teller mit den gerösteten Haselnüssen anrichten und servieren. Wer mag, kann den Salat ohne Weiteres einige Tage kühl gelagert in einer Schüssel aufbewahren und zu einem späteren Zeitpunkt verdrücken.

Kohlrabi hat gerade Saison - Grund genug daraus einen leckeren Salat zu zaubern. Der Kohlrabi-Apfel-Salat ist schnell zubereitet, super saftig und schwer lecker. :-)

Einen saftigeren Salat als diesen hatte ich dieses Jahr glaube ich noch nicht. Probiert ihn mal aus, den Kohlrabi-Apfel-Salat. Er schmeckt solo genauso gut wie als Beilage zu feinen Lammbratwürstchen.

Wem der Kohlrabi-Apfel-Salat als Mahlzeit zu wenig ist, dem kann ich feine Würstchen dazu anraten. Frische Bio-Lammbratwurst schmeckt ganz ausgezeichnet dazu.


Zusatzangaben

Zeitaufwand // gering / mittel / hoch

Haltbarkeit // Tage / Wochen / Monate

Tiefkühlen // ja / nein

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